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Digital Signage im Personennahverkehr
Kommunikation,
Information, Orientierung

Wer kennt es nicht: Ein bewegtes Bild ist der Eyecatcher schlechthin. Ob am Point-of-Sale, in Hotels und Gastronomie und öffentlichen Gebäuden oder in Verkehrsmitteln. Multifunktionale Digital Signage Systeme sind im Vormarsch, um Werbung und Information mittels elektronischer Laufschriften und digitalen Displays anzuzeigen. Laut einer Studie von ABI Research soll der weltweite Markt für Digital Signage von 1,3Mrd.USD Volumen in 2010 auf 4,5Mrd.USD in 2016 anwachsen. Darin eingeschlossen sind Displays, Media Player, Software, Hardware und Unterhaltungskosten.
Wichtiger Treiber für Digital Signage ist die Verbreitung der iPhones und anderer Smart-Phones, die ein ‚Always-on‘-Feeling ihrer Nutzer erzeugen. Der Einzug der Smartphones hat so den Grundstein für kosteneffektive Angebote der Mobilfunkanbieter und damit für die Übertragung von Information in Echtzeit gelegt. Waren im Bereich Public Transport noch vor rund zwei Jahren statische Informationssysteme ohne Interaktion an der Tagesordnung, setzen die Betreiber heute dank vernetzter Datenübertragung zunehmend auf Live Content. Speziell im Passagierverkehr generiert Digital Signage zusätzliche Einkommen für die Verkehrsunternehmen dank höherer Frequentierung in Trams, Bussen und Zügen und auf Umsteigebahnhöfen. Die Fahrgäste sind auch empfänglicher für Unterhaltung während Wartezeiten oder auf der Fahrt. Moderne Systeme bestehen zumeist aus einem Doppeldisplay: Auf einer Seite zeigen sie Fahrgastinformationen und auf der anderen Werbung und/oder News. Erforderlich für den schnellen Wechsel der Inhalte ist die kabellose Connectivity bzw. ein ‚Always-online‘ System. In der Praxis findet man häufig folgendes Szenario vor: Die Verkehrsbetriebe investieren in die Infrastruktur und binden einen externen Partner ein, der das Werbeportal betreibt und die Kosten für die Connectivity trägt. Die eingespielte Werbung finanziert die laufenden Kosten für das System. So sind die Fahrplandaten kostenfrei.

Always-on und Content als Grundvoraussetzungen

Zu den erforderlichen Komponenten für ein solches Systems gehören grundsätzlich die Mobilfunkschnittstelle (WLAN), ein UMTS Router für die gesicherte Verbindung in die Zentrale, ein Media-Player oder Embedded System mit Unterstützung für einen oder mehrere Screens und ein Web-Portal. Beim Einsatz der Router in Transportmitteln sind spezielle Normen einzuhalten wie die EN50155 T3-Zertifizierung für Trams und Züge bzw. die E1-Zertifizierung für Busse. Hier hat sich NetModule als Spezialist für Kommunikationsgeräte etabliert, die diese Normen erfüllen. Die für Züge zertifizierte NetBox wird schon heute von Bombardier in Doppelstockzügen eingesetzt, um die Connectivity herzustellen. Auch in den Bussen von MAN oder Evo-Bus wird die NetBox ab Werk installiert, eine in diesem Bereich gängige Vorgehensweise. Beim Content Management System für den Inhalt auf dem Portal handelt es sich um reine SW-Lösungen, die auf unterschiedlichen Technologien basieren. Die Bandbreite reicht von einfachsten Systemen bestehend aus PC und Web-Browser bis hin zu aufwendigen Systemen mit Mediaplayern, welche die Darstellung von Echtzeit-Information mit dynamischen Daten und RSS-Feeds und auch Video und TV-Streaming ermöglichen.

Erprobtes System im Regionalverkehr

Eine technisch ausgereifte Lösung im Personenverkehrsnetz präsentieren die Unternehmen Livesystems und NetModule: Über inzwischen rund 250 Screens in Bussen der St. Gallener Verkehrsbetriebe werden die Fahrgäste seit 2010 mit ständig aktuellen Nachrichten, zeit-, orts- oder linienbezogener Werbung und Fahrgastinformationen (z.B. Fahrpläne, aktuelle Anschlusszeiten) des Verkehrsmittelbetreibers Regiobus versorgt. Zusätzlich zu den individuellen Werbeeinschaltungen lassen sich auch Betriebsmitteilungen oder Störungsmeldungen über Internet mit der Zentrale austauschen. Bei dieser Anwendung spielen drei Partner ein Content-Provider, ein Anbieter der Kommunikationsgeräte und ein Lieferant von Inhalten und deren Darstellung erfolgreich zusammen. Als Kommunikationsgerät fungiert im aktuellen Fall der Wireles M2M Router NetBox NB2500 von NetModule mit mobilem High Speed Internetzugang und GPS Datenübermittlung. Er empfängt den Impuls in Echtzeit vom Content Provider und leitet ihn an das Displaysteuerungssystem weiter, das die definierten Inhalte umgehend überträgt. Parallel dazu kann er als WLAN Access Point fungieren. Er ist als ein ‚Always-on Least Cost Router‘ konzipiert, das heißt: Abhängig von den an einem Standort verfügbaren Kommunikationsmöglichkeiten wählt der Router immer die Optimale hinsichtlich Preis und Geschwindigkeit. Sind mehrere Verbindungsmöglichkeiten gleich teuer, fällt die Wahl auf die schnellere. Prämisse Nummer Eins ist dabei die ständige Verfügbarkeit (‚always on‘). Somit ist sichergestellt, dass die Übertragung der Werbung und Betriebsinformationen von der Zentrale aus auf den Endgeräten im Bus immer unterbrechungsfrei läuft. Dank der hohen Datenübertragungsraten des Geräts ist auch die Übermittlung von Audio- und Videodatenströmen möglich. Über den 4 port Ethernet Switch lassen sich Multifunktionsgeräte anschließen wie etwa ein Mediaplayer, ein oder mehrere Ticketautomaten oder ein Controller für die Betriebsdatenerfassung.

Flexibler und kostengünstiger Werbekanal

Der Content Provider Livesystems liefert das einfach bedienbare Steuerungssystem, um die Informationen und Werbeinhalte auf den Displays einzuspielen. Es ermöglicht in Echtzeit die punktgenaue Bestimmung, welcher Inhalt an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt angezeigt wird. Dabei werden Bild, Text und Videostreams unterstützt. Über ein eigenes Internet-Portal können sich Kunden ihr Wunschpaket betreffend Zone, Zeit und Inhalt auswählen und ihre Online-Buchungen einstellen. Gestartet werden die Inhalte über einen Impuls vom Content Provider. Mit der sekundenschnellen Datenübermittlung via UMTS garantiert Livesystems jedem Verkehrsbetrieb eine Basis von täglich 80-120 neuen Nachrichten, deren Inhalte frei gemischt werden können. Da sich alle Meldungen in das Unterhaltungsprogramm einbetten, ist die Aufmerksamkeit der Fahrgäste garantiert. Zusätzlich ermöglicht die konstante Zwei-Wege-Kommunikation mit den Fahrzeugen die Übertragung aller relevanten Informationen über den Status der Fahrzeuge im Sekundentakt in die Zentrale. Das garantiert dem Verkehrsbetrieb den jederzeit vollständigen Überblick über die Fahrzeugflotte (Position, Linie, Verspätung etc.). Die webbasierte Lösung erlaubt den Zugriff sogar losgelöst von der Zentrale von jedem Arbeitsplatz aus.

Datensicherheit bei der Übertragung

Steht erst die Internetverbindung ins Fahrzeug, gewinnen Zusatzdienstleistungen an Interesse, die darauf aufsetzen, beispielsweise die Übertragung von Live-Überwachungsdaten aus einem Fahrzeug an die Zentrale mittels Video-over-IP, oder der Sprachverkehr mit dem Fahrer über eine Voice-over-IP Anbindung oder die Bezahlung des Tickets per Kreditkarte. In allen Fällen erfordert dies die logische Trennung der Anwendungen voneinander. Um eine Beeinflussung oder Datenspionage zu verhindern, muss also z.B. die Überprüfung der sensiblen Kreditkarten-Daten von der Übermittlung der Betriebsdaten separiert erfolgen. Hier bieten Virtual Private Networks (VPNs) eine elegante Lösung sie sind ausreichend gut verschlüsselt und ermöglichen zudem die Zusammenfassung mehrerer Geräte im Feld zu einem logischen Netzwerk. Aufgabe von intelligenten Routern ist die Verschlüsselung der Daten und geregelte Zuordnung zum jeweiligen VPN und die unterbrechungsfreie Connectivity beim Wechsel eines Mediums z.B. von UMTS auf WLAN.

Breites Know-how

Moderne Digital Signage Systeme bieten unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten. Erst im Juni stattete NetModule in einem aktuellen Projekt in Münster einen Linienbus mit Public WLAN aus, so dass die Fahrgäste mit ihren Smartphones nach Belieben surfen können. Ihre Zugangsdaten für das WLAN im Bus erhalten die Fahrgäste mit ihrer Dauerkarte. Dasselbe Modell bewährt sich in einem anderen Projekt mit der Postauto AG in der Schweiz. Und ein weiteres Großprojekt läuft derzeit in Korea an. Durch das große Interesse der Verkehrsmittelbetreiber ist eine Vereinfachung der Digital Signage Systeme absehbar so geht der Trend in Richtung kosteneffektiver Komplettsysteme, d.h. Embedded Media Player integrieren neue Chips mit Multimedia-Fähigkeit und einen Router mit WLAN und UMTS Schnittstellen. Die Herausforderung dabei ist, die richtige Software auf den jeweiligen Bildschirm einzuspielen – auch hier bietet NetModule professionellen Support. Wie immer die Digital Signage Systeme sich gestalten – sie setzen insbesondere bei Public Transportation Expertise voraus, nicht nur in Bezug auf Connectivity, sondern letztendlich auch im Roll Out von umfangreichen Installationen mit mehreren hundert Geräten, damit diese termingerecht und voll funktionsfähig laufen. In einem so zukunftsweisenden Markt sind Erfahrung und solide Partnerschaften unbezahlbar, um sich Anteile zu sichern.

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