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Gut Ding muss keine Weile haben

Vom smarten Kühlschrank bis hin zum vernetzten Herzschrittmacher: Viele Hersteller, die sich in der Vergangenheit auf rein analoge Geräte fokussiert haben, werden im digitalen Zeitalter plötzlich zum Softwareanbieter. Benötigtes Knowhow muss dazu nicht selten erst Schritt für Schritt aufgebaut werden. Ein Risiko, denn erfolgreiche Softwareentwicklung im IoT-Bereich erfordert einen gekonnten Spagat zwischen Schnelligkeit und Qualität.

 (Bild: Perforce Software UK Ltd.)

(Bild: Perforce Software UK Ltd.)

Der Erste am Markt gewinnt – im harten Wettbewerb unserer heutigen digitalisierten Lebenswelt wird dieser Eindruck zunehmend zur Maxime. In der Tat sorgt unter anderem die immer stärkere internationale Konkurrenz dafür, dass nicht selten eine rasche Markteinführung über Erfolg oder Misserfolg einer innovativen Idee entscheidet. Neue Produkte müssen möglichst schnell zur Marktreife gebracht werden – inklusive der zugehörigen Software. Als zentrale Komponente eines IoT-Geräts entscheidet jedoch gerade diese zu einem signifikanten Teil über dessen reibungslose Funktion und sichere Nutzung. In hochregulierten Branchen wie der Automotive-Industrie, der Luftfahrt oder der Medizintechnik gelten bereits seit langem strengste Compliance-Vorschriften, die nachweislich lückenlos erfüllt werden müssen. Mit zunehmender Ausbreitung von IoT in nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens, dürfte es jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis entsprechend strenge Standards auch auf weitere Branchen ausgeweitet werden.

Spannungsfeld auflösen

Strenge Sorgfaltspflichten auf der einen, ein zunehmender Marktdruck auf der anderen Seite – für IoT-Entwickler erfordert dies einen gekonnten Balanceakt. Damit dieser gelingt, gilt es, durch geeignete Entwicklungsprozesse und eine vorausschauende Mentalität die richtige Grundlage zu schaffen, Geschwindigkeit und Qualität in der Praxis zusammenzubringen.

Anforderungen und Umsetzung verbinden

Compliance-Vorgaben und Richtlinien fließen im ersten Schritt in Form von Requirements in die Entwicklung mit ein. Nicht selten werden die entsprechenden Listen in der Praxis jedoch informell gepflegt, etwa in Word-Form. In diesem Fall besteht kaum eine Möglichkeit, im Bedarfsfall unmittelbar nachzuweisen, wie genau eine spezielle Anforderung im konkreten Quellcode umgesetzt wurde. Eine automatisierte Verwaltung und Dokumentation des gesamten Lebenszyklus der Software stellt hierfür eine zentrale Voraussetzung dar – bewerkstelligt werden kann dies etwa in Form einer Lösung für Application Lifecycle Management (ALM). Letztere integriert die entsprechenden Requirements unmittelbar in den Entwicklungsprozess, sodass sich die Einhaltung der Vorgaben im finalen Produkt im Bedarfsfall bis hin zu einzelnen Codezeilen belegen lässt.

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