Anzeige

Scrum neu gedacht

Testgeleitete Entwicklung

Das Dual-Targeting ermöglicht Test-Driven Development für Embedded-Systeme auch, wenn sich die Target-Hardware noch in der Entwicklung befindet. Vom ersten Tag an wird die Software so designt, dass sie auf mindestens zwei Plattformen lauffähig ist. Auf der Entwicklungsplattform müssen dazu viele Hardwareabhängigkeiten der Target-Hardware simuliert werden – dafür lässt sich die entstehende Software kontinuierlich z.B. auf dem PC testen und später mit der echten Hardware verifizieren. Im TDD-Cycle wird der Test zuerst entworfen und geschrieben, dann wird Funktionalität implementiert und getestet, schließlich refaktorisiert, um der stückweise entstandenen Software eine bessere Architektur einzuhauchen, ohne die Funktionalität zu verändern. Um dies zu überprüfen, wird zum Abschluss des TDD-Cycles nochmals der Test ausgeführt, erst dann geht der Cycle in eine neue Runde. Nach Scrum lassen sich Backlog-Items bis auf Tasks der Größenordnung ‚ein Mann‘ oder ‚ein Tag‘ herunterbrechen. Das ist die Schnittstelle, an der TDD, obwohl unabhängig vom verwendeten Projektframework, wunderbar mit Scrum zusammenwirkt. Der TDD-Testplan bricht die zu erledigenden Tasks inklusive des dazugehörigen Tests auf kleine Schritte herunter. Die Umsetzung dieser Schritte setzt die Tasks in die Tat um und verifiziert ihre Qualität. Das Test-Driven Development für Embedded-Systeme nutzt dieses Verfahren intensiv und ermöglicht eine deutliche Qualitätssteigerung durch frühes kontinuierliches Testen.

 (Bild: MicroConsult GmbH)

Embedded-Systemtest (Bild: MicroConsult GmbH)

Entwickeln mit ScrumBedded

Um die Besonderheiten der agilen Entwicklung in der Embedded-Welt zu beschreiben, führte MicroConsult den Begriff ‚ScrumBedded‘ ein. Er umfasst mit einem Wort die Erweiterungen des Standard-Scrum-Frameworks um die Erstellung der groben Systemarchitektur, System Stories, Synchronisationspunkte zwischen Soft- und Hardwareentwicklung, die erweiterten Rollen wie z.B. den Systemarchitekten und den Umgang mit dem Hardware-Bottleneck, der durch die gleichzeitige Entstehung von Soft- und Hardware besonders beim Testen schwierig ist. ScrumBedded steht damit im Mittelpunkt der agilen MicroConsult-Seminare.

Das könnte Sie auch interessieren

Sei es der Kühlschrank, der meldet, wenn die Milch alle ist, oder der Thermostat, der Nutzungsstatistiken aufs Smartphone sendet: Verschiedenste Produkte, die traditionell nicht über eine Netzwerkverbindung verfügten, werden mittlerweile damit ausgestattet.‣ weiterlesen

Markforscher rechnen mit einem Anstieg des weltweiten Datenvolumens auf 175 Zettabyte im Jahr 2025. Über die Hälfte soll dann von vernetzten Applikationen im IoT und der Industrie 4.0 ausgehen. Zusammen mit Edge- und Fog-Technologien sorgen Computer-on-Module (COM), Single-Board-Computer (SBC) und entsprechende Software dafür, die Rechenleistung effizient, schnell und flexibel zur Verfügung zu stellen.‣ weiterlesen

Warum MQTT im IIoT so erfolgreich ist und was man vor dem Einsatz des Übertragungsprotokolls wissen sollte, erläutert der folgende Beitrag.‣ weiterlesen

Die Anforderungen an zukunftsorientierte Automatisierungsgeräte sind vielfältig - Gerätehersteller suchen heute hochflexible und multifunktionale Gehäusesysteme. Hier bietet das neue Gehäusesystem ICS von Phoenix Contact abgestufte Größen, erweiterte Anschlusstechnik und optionale Busverbinder.‣ weiterlesen

Erweiterungen des Matlab-Workflows helfen Ingenieuren, Systeme zu entwerfen, zu simulieren und zu analysieren, die Daten von mehreren Sensoren zusammenführen.‣ weiterlesen

Fix und fertig: Fest an Maschinen installierte Panel-PCs waren jahrzehntelang der Standard für Maschinensteuerung und -wartung als HMI. Zunehmend experimentieren Unternehmen nun erfolgreich mit einem neuen Konzept.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige