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Vom Bergbau in die Textilfabrik

Die Industrie 4.0 und das industrielle Internet der Dinge können als die nächste industrielle Revolution bezeichnet werden. Eine digitale Strategie ist jedoch nicht für jedes Unternehmen sofort offensichtlich oder umsetzbar. Der Wechsel zu einem EaaS-Vertriebsmodell kann jedoch für Unternehmen aller Größen zur Wunderwaffe in der digitalen Zukunft sein. Doch was hat es mit EaaS auf sich? Der IoT-Spezialist Relayr klärt auf.

A businessman using a mobile phone to check stock market data. (Bild: ©James-Thew/Fotolia.com)

A businessman using a mobile phone to check stock market data. (Bild: ©James-Thew/Fotolia.com)

Equipment-as-a-Service (EaaS) beschreibt das Verfahren, bei dem Produktionssysteme oder Maschinen nicht gekauft, sondern von einem Anbieter gegen eine Gebühr bereitgestellt werden: Der EaaS-Anbieter bleibt verantwortlich für Wartung, Service, Reparaturen und Ersatzteile – er kann sogar Verfügbarkeit garantieren. Der Endkunde spart erhebliche Investitionsausgaben und gibt Teile des operativen Risikos an den Anbieter weiter.

Geringere Investitionen

Ein großer Vorteil des EaaS-Modells besteht darin, dass Kunden keine großen Summen in Vermögenswerte investieren müssen, die ab Kaufdatum konstant an Wert verlieren. Anstelle von hohen Investitionsausgaben (Capital Expenditures, Capex) fallen mittel- oder langfristige Subskriptionen oder ein Pay-Per-Use-Vertriebsmodell als Betriebskosten (Operating Expenses, Opex) an. Das reduziert die Geschäftsrisiken, verbessert den Cashflow und steigert die Produktivität. Da Wartung und Service vollständig durch den EaaS-Anbieter abgedeckt sind, werden die Betriebsabläufe effizienter. Kunden vermeiden Löcher im Budget, die durch Reparaturkosten, Produktionsausfallzeiten und mögliche Verzögerungen bei der Auslieferung entstehen. Sie müssen keine komplexen Maschinen mehr zu hohen Kosten anschaffen, sondern können sie für einen bestimmten Zeitraum leasen oder entsprechend der tatsächlichen Nutzung bezahlen. Ein weiterer Vorteil: Durch EaaS kann die Uptime verschiedener Assets garantiert werden. Für die Unternehmen bedeutet das, Betriebsrisiken an den Anbieter durchzureichen. Statt sich Gedanken über die Uptime oder entsprechende Ausfälle machen zu müssen, können sich die Unternehmen auf andere Herausforderungen konzentrieren: Die passende Digitalstrategie zu planen, Legacy Infrastrukturen zu erneuern oder die nötige Unterstützung der Führungsebene zu sichern. Auf der anderen Seite binden Anbieter von EaaS-Modellen den Kunden langfristig und umfassend an sich, formulieren innovative Angebote die auch Servicedienstleistungen beinhalten und nutzen die Datenhoheit über die eingesetzten Maschinen für die eigene Entwicklung. Ein echtes Win-win-Konzept!

Mehr als ein Modewort

EaaS ist mehr als ein Modewort, weil EaaS-Konzepte für Unternehmen vielen Branchen handfeste Vorteile bieten. Das gilt nicht nur mit Blick auf rein finanzielle Aspekte, sondern auch für betriebliche Effizienz und straffere Abläufe. Wer den Weg in Richtung EaaS einschlagen möchte, sollte sich jedoch einen spezialisierten Partner suchen, der von ersten Beratungen bis zur ganzheitlichen Umsetzung unterstützt. Dann steht dem eigenen Erfolg während der nächsten industriellen Revolution nichts mehr im Weg.

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