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Framework für Entwickler

Mit Lynx MOSA.ic soll die Applikationsentwicklung eine neue Perspektive erhalten, die die Erschaffung, Zertifizierung und Instandhaltung inhärent komplexer Softwaresysteme vereinfacht und Entwicklern ein tieferes Verständnis dafür sowie eine verstärkte Kontrolle darüber verschaffen, wie Anwendungen auf modernen CPUs realisiert werden.

Bild: Lynx Software Technologies, Inc.

Eine der ersten über MOSA.ic unterstützten Plattformen ist der Zynq UltraScale+ MPSoC von Xilinx. Simon George, Marketingdirektor für Systemsoftware- und SoC-Lösungen bei Xilinx, erläutert: „Mit der Kombination aus LynxSecure und dem Xilinx Zynq UltraScale+ MPSoC können Entwickler in sicherheitskritischen Branchen Lösungen bauen, die ihre Anforderungen genauestens erfüllen. Lynx MOSA.ic ist ein Fortschritt, diesen Entwicklern dabei zu helfen, hochkomplexe Systeme zu erschaffen, zertifizieren und instandzuhalten.“ Beim herkömmlichen OS-basierten Modell der Applikationsentwicklung sorgen die APIs des Betriebssystems (OS) für Datentransfer und Datenspeicherung. Anwendungen müssen daher die Architektureigenschaften des jeweils zugrundeliegenden OS übernehmen. Geht man davon aus, dass mehrere Abstraktionsschichten auf der Applikationsebene beginnen, blieb Entwicklern bislang wenig anderes übrig, als die resultierende zunehmende Systemkomplexität anzuerkennen und zu akzeptieren, was letztendlich eine Unverständlichkeit und ein Unverständnis des Gesamtsystems bewirkte. Derart komplexe Systeme zu verwalten und warten ist äußerst schwierig, da unbeabsichtigtes Systemverhalten – verwurzelt in ebendiesen verborgenen Komplexitätsschichten – zu kritischen Sicherheitsmängeln (Safety-Defiziten und Security-Lücken) führt. Lynx MOSA.ic nutzt CPU-Virtualisierung für eine einfachere, verteilte Ressourcenverwaltung (distributed resource control model) anstelle der herkömmlichen OS-basierten zentralen Ressourcenverwaltung (central resource management model). Dieser Ansatz beseitigt soviel Komplexität zwischen Anwendungsschnittstellen und Hardware wie nur möglich. Basierend auf einem konfigurierbaren Framework zur Hardwarepartitionierung, beginnt Lynx MOSA.ic mit der Dezentralisierung von Ressourcenmanagement- und Anwendungsdiensten. Dies hat zur Folge, dass unabhängige Applikationen ihre eigenen Ressourcen eigenständig verwalten können. Als nächster Schritt unterstützen zur Verfügung gestellte Cross Development Kits Entwicklung und Bau von Anwendungsmodulen in unterschiedlicher Größe, Qualität und Komplexität. Des weiteren helfen zur Verfügung gestellte Integrationswerkzeuge bei der Verknüpfung mit Partner- und Wettbewerbermodulen – Module, die sich dann den unabhängig verwalteten Hardwareressourcen präzise zuordnen lassen. Durch den Verzicht auf eine zentrale Kontrolle über die CPU öffnet Lynx MOSA.ic den Weg zu mehr Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit und erschließt eine modulare Integrationsfähigkeiten für die zügige Entwicklung robuster Systeme. Lynx MOSA.ic verfolgt die Vision des Modular Open Systems Approach (MOSA). Als ‚Modular Open Systems Architecture Integration Center‘ ermöglicht es Lynx MOSA.ic, unabhängige Softwarekomponenten – einschließlich früher kompilierter Legacy-Bestandteile sowie von Wettbewerbsanbietern verfasste Komponenten – innerhalb dieses Entwicklungsrahmens zu integrieren. So gelangt das MOSA-Konzept in die Kommandozeile. Lynx MOSA.ic liefert die meisten Optionen für die schnelle Erstellung robuster, belastbarer und wiederverwendbarer Softwaresysteme zu reduzierten Lebenszykluskosten. Die Grundlage von Lynx MOSA.ic ist ein programmierbares Prozessor-Partitionierungssystem auf Basis des bewährten Separation-Kernel-Hypervisors LynxSecure. Anders als herkömmliche Hypervisoren – die virtuelle Maschinen einheitlich über einen zentralisierten Ressourcenmanager verwalten – isoliert LynxSecure die Rechenressourcen in eigenständige verteilte Umgebungen. Diese sind in der Lage, sich selbst zu verwalten. Gleichzeitig stellen sie Software-Entwicklungswerkzeuge für Gastsysteme auf genau der richtigen Komplexitätsstufe bereit, die die jeweilige Zielumgebung erfordert. Unter Verzicht auf die herkömmlichen ‚ererbten‘ Komplexitäten eines zentralisierten Ressourcenmanagements erschließt Lynx MOSA.ic die Multicore-Virtualisierung als tragfähige Option zur Beherrschung der Kosten und Design-Herausforderungen, die sich bei der Entwicklung solider Softwaresysteme in hochregulierten Embedded-Märkten ergeben.

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