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UDE vereinfacht Multicore Debugging und Systemanalyse

Für High-End-SoCs

Die neue Version der Universal Debug Engine (UDE) verspricht neue und erweiterte Funktionen für das Debugging, den Test und die Systemanalyse von komplexen Multicore-Anwendungen in echtzeit- und sicherheitskritischen Embedded-Systemen. So wurde für die umfassende Unterstützung neuer Multicore-Systeme wie der Aurix 2G-Familie von Infineon mit bis zu acht programmierbaren Ausführungseinheiten oder dem S32V von NXP unter anderem das Multicore-Management verbessert.

 (Bilder: PLS Programmierbare Logik & Systeme GmbH)

(Bilder: PLS Programmierbare Logik & Systeme GmbH)

Die neue Version der UDE erlaubt Anwendern nun, Code in den Ausführungsmodi AArch32 und AArch64 gleichzeitig zu debuggen. Mit der UDE 4.10 stehen Entwicklern künftig auch noch effizientere grafische Visualisierungsmöglichkeiten für die Analyse des Laufzeitverhaltens von Applikationen zur Verfügung. Basierend auf den aufgezeichneten Trace-Daten, lässt sich selbst bei sehr großen auszuwertenden Datenmengen schnell der Programmablauf oder auch die Call-Tiefe über die Zeit darstellen. Durch die grafische Aufbereitung der Abläufe können ohne großen zusätzlichen Aufwand sehr einfach Rückschlüsse etwa zur Lastverteilung oder Synchronisation von auf mehreren Kernen verteilter Software gezogen werden. Ein weiteres neues Leistungsmerkmal ist die Unterstützung von ASAP2-Beschreibungen für Steuergerätesoftware. ASAP2- bzw. A2L-Dateien beschreiben, wie physikalische Größen, Kennlinien und andere Parameter von Steuergeräten auf Programmvariablen, interne Speicherstrukturen und Datentypen abgebildet und umgerechnet werden. Der Anwender kann nun direkt mit den Steuergeräteparametern arbeiten und diese auch ändern, ohne sich um deren tatsächliche Repräsentation im Speicher des Mikrocontrollers kümmern zu müssen. Dabei findet auch eine Überprüfung auf erlaubte Werte und Wertebereiche statt. Damit gestalten sich das Debuggen und die Laufzeitanalyse von Steuergerätesoftware sehr viel komfortabler und effizienter als in der Vergangenheit.

Laufzeitanalyse von Multicore-Applikationen mittels Auswertung des Call-Graphen und Visualisierung des Programmablaufs (Bild: pls Programmierbare Logik & Systeme GmbH)

Laufzeitanalyse von Multicore-Applikationen mittels Auswertung des Call-Graphen und Visualisierung des Programmablaufs (Bild: pls Programmierbare Logik & Systeme GmbH)

Kein Assemblercode mehr nötig

Eine deutliche Arbeitserleichterung bietet die UDE 4.10 auch Entwicklern komplexer Timer-Algorithmen für das Bosch Generic Timer Modul (GTM). Wo bisher ausschließlich Assemblercode zum Einsatz kam, können Entwicklung und Debugging in Verbindung mit den entsprechenden Compilern von Tasking oder HighTec ab sofort nun auch auf Basis von C-Quellcode erfolgen. Speziell für die Aurix 2G-Familie wurden zudem das integrierte Flash-Programmiermodul der UDE 4.10 und das separat verfügbare Flash/OTP-Programmierwerkzeug UDE/Memtool um zusätzliche Funktionen für den reibungslosen Support von Software-over-the-Air erweitert. Damit besteht jetzt unter anderem die Möglichkeit, auf dem Baustein die Voraussetzungen für spätere sichere Software-Updates über eine bestehende Internetverbindung zu schaffen.

Autor: Jens Braunes,
Product Marketing Manager,
PLS Programmierbare Logik & Systeme GmbH
www.pls-mc.com

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