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Displays auf Raspberry-Basis

Displays 4.0

Displays für die Industrie bedienen sich in der Consumer-Welt. Nicht nur die Funktionen wie PCAP-Touch übernehmen die Industrieanwendungen, sondern auch die Ansteuerungen werden einfacher. Flexibilität, eine Vielfalt von Schnittstellen und einfache Handhabung ohne aufwändige Hardware für den schnellen Projektstart halten Einzug.

 

(Bild: Distec GmbH)

Industrie 4.0 und Digital Signage holen sich Unterstützung aus dem Klassenzimmer: Die ursprüngliche Lehr- und Experimentierplatine Raspberry Pi ist in der Industrie angekommen. Als neueste Ausbaustufe ‘Compute Module 3’ bzw. ‘CM3’ garantiert die beliebte Plattform sogar sechs Jahre Verfügbarkeit. Das neue Modell übertrifft die bisherige Leistung des alten Raspberry Pis bei Weitem. Selbst für anspruchsvolle Applikationen bietet das kleine Kraftpaket ausreichend Rechenleistung. Zahllose Schnittstellen machen die Hardware zudem flexibel. Betriebssystem ist unter anderem das weit verbreitete Raspbian, ein speziell auf die CPU des Raspberry Pi angepasster Debian Linux Ableger. Seit der Einführung des ersten Raspberry Pi-Modules sind alle Modelle zueinander kompatibel und auf allen Versionen läuft dasselbe OS. Auch Win-dows 10 IoT oder Android Things sind lauffähig und bieten eine perfekte Basis für eigene Projekte. Das größte Plus jedoch ist der Support durch die Community: Die Plattform ist bis ins Detail spezifiziert und dokumentiert, die Software OpenSource. Für nahezu jedes erdenkliche Problem gibt es entweder in den Foren bereits eine Lösung oder jemanden, der schnell und unkompliziert helfen kann.

Eine Besonderheit der ‘Compute Modules’ ist, dass sie, wie ein Arbeitsspeicherriegel, in den Sockel eines BaseBoards gesteckt werden können. Eigene Plattformen lassen sich einfach ohne lästiges Kabelgewirr entwickeln. Das spart Zeit in der Produktion, verbessert die EMV und verkürzt damit den Zeitaufwand für die Zulassung. Der Markt bietet bereits smarte Lösungen, die beispielsweise einen Scaler-Chip auf dem BaseBoard einsetzen, um komfortabel und flexibel nahezu alle gängigen TFT-Displays ohne zusätzliche Hardware direkt über LVDS anzusteuern. Dabei ist nicht nur ein Display angebunden, sondern es stehen auch Sonderfunktionen bereit: DICOM Pre-Set für medizinische Anwendungen, Farbkalibrierungen für etwa maritime Einsatzzwecke, Gamma-Korrekturen und vieles mehr lassen sich so kinderleicht realisieren. Auch die Hintergrundbeleuchtung des LCDs lässt sich entweder automatisch durch einen Umgebungslichtsensor oder direkt durch ein On-Screen-Display mit separatem Keypad steuern. Die Möglichkeiten der Plattform gehen weit über die ursprünglich gedachte Lehrplattform hinaus. Der RaspberryPi ist erwachsen geworden.

Monitore für  Internet der Dinge

Der neue Monitor POS-Line-IoT aus der POS-Line-Serie von Distec gibt Anwendern die Möglichkeit, die Digitalisierung ihrer Prozesse sichtbar zu machen. Die damit entstehende transparente Fertigung steigert die Effektivität. Der Monitor lässt sich einfach in die individuelle Umgebung anpassen. Die Steuerung der Monitore übernimmt die Controllerkarte Artista-IoT von Distec. Der TFT-Controller ist ein BaseBoard mit einem Sockel für die neueste Generation des Raspberry Pi Compute Module (CM3). Damit ist die Artista-IoT nicht nur ein einfacher TFT-Controller, sondern er stellt die passende Basis für IoT- und Industrie-4.0-Anwendungen bereit. Die Artista-IoT erlaubt das direkte Anschließen nahezu aller gängigen TFT-Typen ohne zusätzliche Hardware. Durch den leistungsfähigen Prozessor (BCM2837, QuadCore, 1,2GHz) erschließen sich neue Anwendungsgebiete zu einem attraktiven Preis. Distec realisiert individuelle Lösungen für unter anderem: HMI-Geräte, Digitales Schwarzes Brett und Produktionsvisualisierung (Werker-Führung, Andon-Systeme, Prozessstatusanzeigen), Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Digital Signage.

Artista-IoT mit gestecktem CM3 (Bild: Distec GmbH)

Artista-IoT mit gestecktem CM3 (Bild: Distec GmbH)

Projekteinstieg  leichtgemacht

Die neue Karte wird einfach in vorhandene Windows- und Linux-Umgebungen integriert und lässt sich leicht an individuelle Bedürfnisse anpassen. Das fertig konfigurierte Starter-Set besteht aus BaseBoard, CM3, 10,1-Zoll-Display mit PCAP-Multi-Touch sowie allen nötigen Kabeln. Es erleichtert den Einstieg und funktioniert einsatzfertig direkt aus dem Karton, so dass die Entwickler ohne Zeitverlust starten und eigene Projekte rasch fertigstellen können. Das vorinstallierte Raspbian erlaubt damit den unmittelbaren Projektstart und den Zugriff auf die breite Unterstützung aus der großen Community. Die Artista-IoT arbeitet zusammen mit einem vollwertigen Scaler-Chip und steuert alle gängigen TFT-Displays an und auch moderne PCAP Multi-Touchscreens können direkt über USB oder I²C angeschlossen werden. Die Controller-Karte erlaubt Sonderfunktionen wie DICOM Pre-Set, Gamma-Korrektur und Farbkalibrierung. Sie unterstützt 100Mbit-Ethernet und bietet eine Echtzeituhr. Zu den verfügbaren Schnittstellen gehören USB, GPIOs, I²C, UART. Die Langzeitverfügbarkeit beträgt mindestens sechs Jahre.

Embedded Linux für HTML-Viewer

Mit neuen Informationsdisplays visualisiert Distec unternehmensbezogene Web-Inhalte. Das neu überarbeitete WebPoster basiert auf einer modernen, zukunftssichereren Rechner-Plattform (Intel Atom Bay-Trail) und stellt alle gängigen Web-Inhalte dar. Mit dem TFT-WebPoster bedient Distec den Bedarf an administrations- und wartungsfreien Informationsdisplays mit einem Embedded-Linux-Betriebssystem. Als klassische Netzwerkgeräte werden die WebPoster über einen Internet-Browser konfiguriert. Durch das integrierte Embedded-Betriebssystems entstehen während des Betriebs keine Kosten für die Monitorverwaltung oder System-Updates. Die nach industriellen Standards entwickelten Monitore zeigen kontinuierlich die Inhalte einer Webseite an und eignen sich besonders zum Darstellen von Unternehmensinformationen, z.B. als digitales schwarzes Brett, zur industriellen Prozessvisualisierung und -überwachung, oder auch für Digital Signage. Die WebPoster bauen auf den bekannten POS-Line-Monitoren auf und bieten eine große Auswahl an Bildschirmgrößen von 15 bis 65 Zoll.

Wartungsfreies  Informationsdisplay

Nach einem einfachen Konfigurationsprozess verbindet sich der Monitor mit der angegebenen Webseite und zeigt fortwährend den Inhalt an. Es sind weder eine Tastatur noch andere Eingabegeräte erforderlich. Etwaige Änderungen der Konfiguration lassen sich einfach über das Web-Interface vornehmen. Änderungen der Webseiten aktualisieren sich automatisch. Soll das WebPoster aber nicht nur als Anzeige, sondern zur interaktiven Nutzung von Web-Seiten dienen, versieht Distec es auf Anfrage auch mit einem PCAP-Touch. Die Industrie-TFT-Panels mit LED-Backlight sind energiesparend und langlebig. Sie eignen sich für die VESA-Wand-Montage oder zum Einbau. Neben klassischen Ausführungen des Industriedesigns mit robustem Metallgehäuse und dem Schutz- oder TrueFlat-Glas mit Passepartout sind auch verschiedene kundenspezifische Anfertigungen möglich.

Autor: Daniel Fichter,
Programm-Manager Display Solutions,
Distec GmbH,
www.distec.de

 

 

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