Anzeige
Immunstimulanzien für das IoT

Immunsystem für das IoT

Eiskalt erwischt hat es im Sommer 2014 über 17 Millionen Menschen, die sich der ‚ALS Ice Bucket Challenge‘ stellten. Die Aktion galt der Erkrankung ‚Amyotrophe Lateralsklerose‘ (ALS) und wurde zum weltweiten Phänomen in den sozialen Netzwerken. Die Erfolgsbilanz: 115 Millionen US-Dollar Spendengelder in nur sechs Wochen für die Entwicklung von ALS-Heilmitteln. Die Erkrankung zerstört Nervenzellen, schwächt die Muskeln und beeinträchtigt grundlegende Funktionen. Die Teilnehmer der Aktion kippten sich einen Eimer eiskalten Wassers über den Kopf, luden die Videos davon im Internet hoch – und waren vor allem um eine Erfahrung reicher: Wie es sich anfühlt, wenn Körperfunktionen wie die Atmung aussetzen. Eine Lähmung des Nervensystems für den Bruchteil einer Sekunde.

 (Bild: Infineon Technologies AG)

(Bild: Infineon Technologies AG)

Im Herbst 2016 waren Millionen von Internetuser vom Vorfall mit dem Mirai-Botnetz betroffen. Angreifer hatten ein IoT-Botnetz bestehend aus mehr als einer halben Million kompromittierter Standardrouter und anderen IoT-Geräten genutzt, um bekannte Websites wie Twitter, Netflix und Airbnb auszuschalten. Eine Lähmung des Internets für einige Stunden. Vergleiche zwischen dem menschlichen Körper und einem IoT-System drängen sich durchaus auf, wenn es um die Risiken hinter dem aktuellen Trend des Internets der Dinge (IoT – Internet of Things) geht. Ein IoT-System ist ein ungeheuer komplexer Organismus. Wie der menschliche Körper funktioniert es nur, wenn alle verbundenen Schnittstellen harmonisch zusammenarbeiten. Stellt man die einzelnen ‚Organe‘ der beiden ‚Systeme‘ IoT-Gerät – Mensch gegenüber, ergibt sich eine faszinierende Parallelität von Cloud und Gehirn, Stromversorgung und Herz, Kameras und Augen, Temperatur-/Druckmessern und fühlender Haut, Mikrofonen und Ohren, einem Netzwerk aus Routern und Switches einerseits und dem Nervensystem andererseits. Erstaunlich eigentlich, wie wenig Aufmerksamkeit dieses Nervensystem des IoT bislang bekam. Seine Integrität ist schließlich wesentlich für das Funktionieren eines jeden IoT-Systems. Wie der menschliche Körper muss auch ein IoT-Organismus von innen heraus – konzeptionell – vor äußeren Gefahren geschützt sein. Es genügt nicht, das Gehirn abzuschotten, während die peripheren Nerven angreifbar sind. Genau das passiert aber häufig, wenn Attacken festgestellt wurden: Die Hersteller korrigieren lediglich die Software ihrer Produkte. Anders bei Infineon. Dessen Sicherheitshardware zielt darauf ab, ein IoT-System von innen heraus widerstandsfähiger zu machen und das Immunsystem des Organismus zu stärken, damit Angriffe ins Leere gehen.

Bedrohtes Wachstum

„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“ – was J. W. von Goethe vor fast 250 Jahren schrieb, spiegelt auch der IoT-Markt heute mit seinen Chancen, aber auch Risiken wider. Laut IDC wächst das IoT bis 2020 auf eine Datenmenge von 50 Billionen GB an, die durch 25 Milliarden eingebettete und intelligente Systeme fließt und vier Milliarden Menschen verbindet. Hinsichtlich Ertragspotenzial ist das IoT mit geschätzten 4 Billionen US-Dollar eine der interessantesten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Analysten sagen voraus, dass die IoT-bezogenen Erträge der Lieferanten dreimal so schnell wachsen werden wie die übrigen herkömmlichen Ausgaben für die Informations- und Kommunikationstechnologie.

Doch dem stehen Risiken wie kompromittierte Netzwerke und zunehmende Cyberattacken sowie Datenpannen gegenüber. Sie können den eindrucksvollen Aufstieg des IoT bremsen und die Kommunikations- und Informationstechnologie beeinflussen. Mangelnde Sicherheit kann ein IoT-basiertes Netzwerk völlig lahmlegen, wie der oben erwähnte Vorfall mit dem Mirai-Botnetz der Öffentlichkeit drastisch vor Augen führte. Dies war ein Szenario aus dem wirklichen Leben, gerade mal zwölf Monate nach einem weiteren erschütternden Fall: Die Sicherheitsfachleute Charlie Miller und Chris Valasek hatten ihr Auto ferngesteuert entführt und von der Straße gelenkt. Zwei verschiedene Anwendungen mit dem gleichen alarmierenden Ergebnis: Sobald Angreifer durch das Netzwerk und die Cloud Zugriff erlangt haben, kontrollieren sie das gesamte System in beunruhigendem Ausmaß. Ein ungeschütztes manipuliertes Nervensystem lässt Aggressoren quasi über die Hintertür ins Gehirn des IoT-Systems.

Das könnte Sie auch interessieren

Die IAR Systems Group plant mit einem Investmentfond und weiteren Leistungen Startup-Unternehmen zu fördern, die im Bereich IoT-Sicherheit innovative Lösungen entwickeln.

Anzeige

Das auf klassisches CAN und modernes CAN FD spezialisierte Unternehmen Peak-System wird auf der Embedded World 2019 seine neuesten Produkte vorstellen. Messebesucher können einen Blick auf das PCAN-MiniDiag FD und die neue PCAN-MicroMod FD Produktserie werfen.

Das auf KNX spezialisierte Unternehmen aus Darmstadt, Peaknx, stellt hochwertig verarbeitete Touch-PCs zur System-Visualisierung her. Es handelt sich um vollwertige Rechner mit kapazitivem HD (18,5″-Variante) und Full HD (11,6″-Variante)-Touchscreen. Als Standardsoftware wird Windows 10 IoT Enterprise eingesetzt. Der Panel-PC verfügt über direkte Anschlüsse an KNX, USB und Ethernet.

Anzeige

Peak-System hat das Handheld PCAN-MiniDiag FD zur grundlegenden Diagnose und Überprüfung von CAN- und CAN-FD-Bussen veröffentlicht. Das batteriebetriebene Gerät verfügt über Funktionen, welche beispielsweise die Terminierung, Buslast, Nachrichten- und Fehlerzähler sowie die am CAN-Anschluss anliegenden Pegel anzeigen.

DigiCert, Utimaco, und Microsoft Research haben den Picnic-Algorithmus in einem ersten Testlauf erfolgreich im Bereich des Internet der Dinge implementiert.

Im Vorfeld der Embedded World ist das 50-seitige inVISION Sonderheft ´Embedded Vision & Deep Learning´ erschienen, in dem zahlreiche interessante Produkte und Applikationen zu beiden Vision Technologiebereichen vorgestellt werden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige