18. September 2019

Durchgehend sicher vernetzt

Je mehr und intensiver das Internet genutzt wird und je mehr Server und Geräte darüber vernetzt sind, desto anspruchsvoller und dringlicher werden die Sicherheitsanforderungen für Unternehmen und Institutionen. Diese Entwicklung lässt sich auch auf das Internet der Dinge übertragen. Einige daraus resultierenden Herausforderungen könnten mit MQTT gemeistert werden. Einen Überblick darüber welche Branchen besonders von diesem Protokoll profitieren könnten zeigt dieser Beitrag.

Aktuell lautet die Aufgabe, die Technologien der nächsten Generation wie IoT-Geräte- und Anwendungen auf dasselbe Schutzlevel zu heben wie länger etablierte Systeme. IoT-Geräte haben die Art und Weise verändert, wie Kunden Technologien und Services verwenden. Schnelle Verbindungen und Sprachtechnologien erlauben es den Verbrauchern beispielweise, Musik abzuspielen oder ihr Zuhause zu steuern. Möglich wird das durch Geräte und verknüpfte Dienstleistungen wie Alexa und Echo, Google Home, Apples Siri, Sonos Home Entertainment oder Sony PlayStation. Um diese Nutzung und die dabei übertragenen Daten zu schützen, bedarf es innovativer Strategien und adaptiver Sicherheitsmodelle. Auch andere Branchen wie Fluggesellschaften und Hotel- oder Restaurantketten, die über APIs an solchen Datentransfers beteiligt sind, müssen sich der zusätzlichen Herausforderungen bewusst sein.

IoT-Anwendungen durchdringen viele Industrien

Die folgenden Beispiele zeigen, mit welchen Herausforderungen unterschiedliche Industrien und Dienstleister umgehen, wenn es um die weltweite Bereitstellung von Informationen und Daten über IoT-Anwendungen geht. Der Aufbau und das Management der Infrastruktur, die für die Unterstützung, Skalierung und Absicherung der Strategien erforderlich ist, kann für Unternehmen sehr zeit-, kosten- und ressourcenintensiv sein. In den meisten Fällen gehört diese Aufgabe aber nicht zu den Kernkompetenzen der Organisationen, weshalb oft und gerne auf Dienstleister zurückgegriffen wird, die bei diesen komplexen Aufgaben mit entsprechenden Cloudlösungen unterstützen.

Fluggesellschaften: Daten bilden den Kern von Geschäftsentscheidungen, und Fluggesellschaften müssen schnell fundierte Entscheidungen treffen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Das Sammeln von Daten aus der gesamten Flotte an Flugzeugen und Geräten erfordert stetige Skalierung, Echtzeitbereitstellung und ein riesiges, geografisch verteiltes (Cloud-)Netzwerk, welches Millionen von Clients bedienen muss. So können Daten sekundenschnell über die gesamte Flotte an Flugzeuge und Bodengeräte übertragen und eine Vernetzung ermöglicht werden. Das gleiche gilt auch für die Versendung von Nachrichten, die beispielsweise für Services wie Infotainment, Flugstatusübermittlung und Gepäckausgabe sowie generell für die Nutzung neuester Technologien benötigt werden.

Hotels: Innovative Technologien, die vom Wettbewerb differenzieren, sind heute für Hotelgäste ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung, ob sie im Hotel A oder B ein Zimmer buchen. Diese Technologien granular bereitzuhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln oder gar für den einzelnen Gast zu individualisieren, wird zu einer immer größeren Herausforderung. Eine globale Skalierung und die dazugehörigen Sicherheitsvorkehrungen bei gleichbleibend hoher Erreichbarkeit und Performanz dieser Services kann nur gewährleistet werden, wenn sie zentral über eine Cloud laufen, die Millionen von Remote-Geräten innerhalb von Sekunden steuern, individualisieren und aktualisieren kann. Vor allem bei Ausfällen ist eine hohe Resilienz gefragt, um alle Hotels und Zimmer vernetzt zu halten. Einen Vorteil haben dabei Cloudanbieter, die über ein weltumspannendes Netzwerk aus hochverfügbaren Systemen verfügen und so nicht weit entfernt vom jeweiligen Hotel die notwendigen Daten bereithalten.

Automobilindustrie: Als eines der besonders stark vernetzten technischen Geräte erweitert das moderne Auto die Grenzen des IoT und der damit einhergehenden Messaging-Infrastruktur. Höchste Skalierbarkeit, Sicherheit und Flexibilität bei der Bereitstellung von Nachrichten und Daten sind eine Grundvoraussetzung für den Erfolg. Die Anforderung, mit Millionen von Fahrzeugen in Verbindung zu treten und Daten über eine Vielzahl von Themen hinweg zu sammeln, erschwert es Autoherstellern, eine geeignete IoT-Infrastruktur bzw. eine Infrastruktur für verbundene Geräte selbst zu entwickeln. Gerade bei Navigationskarten-Updates werden auch größere Datenmengen sekundenschnell versendet, die beteiligte Dienstleister leicht an ihre Grenzen bringen können. Zudem sind Autos selten 24 Stunden am Tag online. Gerätenachrichten müssen innerhalb des Systems aufbewahrt und dann bei Benutzung des Autos zugestellt werden. Selbst Sportwagen, die nur am Wochenende gefahren werden, sollten immer auf dem neuesten Stand sein.

MQTT als Lösung

Laut IoT Analytics Research werden bis zum Jahr 2025 etwa 22 Milliarden vernetzte Geräte Daten über das Internet austauschen, was eine erhebliche Steigerung des Internet-Traffic zur Folge haben wird. Mit der steigenden Zahl der Anwendungsfälle im Bereich IoT ist es essentiell, die Konnektivität für Milliarden dieser Geräte sowie Daten in Echtzeit und Funktionen für die Datenverwaltung bereitzustellen. Sowohl ressourcenbeschränkte IoT-Geräte als auch Anwendungen verwenden heute zunehmend das Protokoll MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) und können hiermit Informationen zu einem bestimmten Thema an einen Server senden oder veröffentlichen, der als MQTT Message Broker fungiert. Entsprechend ist zu erwarten, dass MQTT in Zukunft ein De-Facto Standard für Cloudanbieter sein sollte. Mit einer solchen Cloudlösung können Entwickler Interaktionen zwischen Millionen von Endgeräten mit geringer Latenz ermöglichen und somit Daten in annähernd Echtzeit verarbeiten. Organisationen vermeiden auf diese Weise, erhebliche Teile ihres Netzwerkes, ihrer Web-Infrastruktur und möglicherweise auch ihrer Datenbanken ausbauen zu müssen. Zudem schützen sie sich besser gegen Sicherheitsvorfälle und verbessern das gesamte Daten-Handling, ohne teure unternehmenseigene IoT- und In-Application-Messaging-Netzwerke entwickeln und pflegen zu müssen. Vor allem können sie sicher sein, dass sie zukunftssicher auch weitere Skalierungsstufen problemlos bewältigt werden. Denn es wäre sehr bedauerlich, wenn Weiterentwicklungen durch Defizite in der globalen Infrastruktur und Steuerung ausgebremst werden.

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