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Vorteile der Cloud nutzen

Dass die Informations- und Steuerungstechnik unumkehrbar zusammenwachsen, ist mittlerweile fast jedem Automatisierungstechniker und Softwareentwickler bewusst. Die Cloudtechnologie lässt sich z.B nahezu unbegrenzt skalieren. Außerdem fällt lediglich ein geringer Aufwand für ihre Implementierung sowie Updates an. Und schließlich können neue Softwarelösungen schneller in Betrieb genommen werden.

 (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

(Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Im Rahmen der fortschreitenden Automatisierung sowie der Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 ergeben sich unterschiedliche Herausforderungen. Dazu gehört die Frage, wie sogenannte Legacy-Geräte – also ältere Komponenten – mit den neuen Technologien interagieren können. Ferner steht die Datensicherheit und -souveränität im Mittelpunkt, wenn es um die Nutzung einer Cloudlösung in industriellen Anlagen geht. Wie unterscheidet sich die Proficloud von Phoenix Contact hier von anderen Ansätzen? Welche Applikationen sind bereits mit ihr realisiert worden und wie wird für die Zugriffs- und Zukunftssicherheit gesorgt? Bei der Proficloud handelt es sich um eine IoT-Plattform, die seit Anfang 2016 im produktiven Einsatz verfügbar ist und seither vielen Anwendern die Möglichkeit bietet, die zur Verfügung gestellten Dienste zu verwenden oder eigene Lösungen zu erarbeiten. Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass Phoenix Contact nicht nur eine Plattform bereitstellt, sondern von Hardwarekomponenten bis zu branchenspezifischen Gesamtkonzepten alle Aspekte der cloudbasierten Automatisierung abdeckt.

Das Cloud-IoT-Gateway bindet die vorhandene Infrastruktur an das Internet an (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Das Cloud-IoT-Gateway bindet die vorhandene Infrastruktur an das Internet an (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Durchgängiges Self-Service-Modell

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Entwicklung der Proficloud war neben der Offenheit auch eine einfache Installation und Bedienung. Erfordern vergleichbare industrielle Cloudansätze eine teils kostenpflichtige Registrierung und manuelle Aktivierung des Accounts durch den Anbieter, setzt die Proficloud auf ein durchgängiges Self-Service-Modell. Hier kann sich jeder Anwender selbständig auf der Homepage www.proficloud.net eintragen und erhält dann sofort Zugang zu den angebotenen Anwendungen. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, seine Komponenten im eigenen Account zu verzeichnen oder seine selbst erstellten Lösungen zu testen. Zudem kann der Anwender andere Nutzer in seinen Account einladen, um Daten mit mehreren Personen oder Diensten zu teilen.

Die Cloud-basierte Dashboard-Lösung passt sich dem Endgerät an. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Die Cloud-basierte Dashboard-Lösung passt sich dem Endgerät an. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Einfache Erweiterung des Profinet-Protokolls

Innerhalb der Cloud gibt es derzeit zwei verschiedene Konzepte. Bei der Profinet-Solution lässt sich das Profinet-Protokoll durch smarte Cloudlösungen erweitern. Die TSD-Solution erlaubt das Persistieren und Analysieren von Zeitreihendaten in der Cloud. In der Profinet-Solution setzt sich die Proficloud-Anwendung standardmäßig aus mindestens einem Proficloud-Koppler, einem Proficloud-Device und einem Profinet-Controller zusammen. Der Controller kann von jedem beliebigen Steuerungshersteller bezogen werden, sofern das Gerät die Spezifikation einhält. Der Proficloud-Koppler bindet das lokale Profinet-Netzwerk über zwei Ethernet-Interfaces an die Cloud an. Während die eine Schnittstelle dem Anschluss an das lokale Profinet-System dient, erfolgt die Ankopplung an das Internet über das zweite Ethernet-Interface. Anschließend initiiert der Koppler automatisch eine Verbindung mit der Proficloud und ist nach kurzer Zeit einsatzbereit. Gleiches gilt für die Proficloud-Devices, die ebenfalls einfach an das Internet angebunden werden und sich automatisch an die Proficloud ankoppeln. Diese leicht handhabbare Möglichkeit zur Nutzung des Profinet-Protokolls über das Internet wird bereits weltweit in mehreren Applikationen angewendet. So tauschen örtlich entfernte Stationen Prozessdaten mit einer zentralen Steuerung aus. Ferner werden im Internet verfügbare Wetterinformationen direkt vom Automatisierungssystem angefragt und entsprechend eingesetzt.

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